Loslassen Lernen – Wie kann ich belastendes loslassen?

Fällt es Ihnen schwer loszulassen?

Dann hab ich eine (bittere) Wahrheit an Sie:

Wenn wir nicht lernen loszulassen, dann werden wir nie ein glückliches und erfülltes Leben führen können.

Wenn wir nicht lernen loszulassen verschwenden wir unser Leben. Wir müssen den ganzen Ballast abnehmen und die Hände frei haben, um Platz für Neues zu schaffen.

Nur wenn wir loslassen, haben wir die Hände frei.

Am Anfang fühlen wir uns komisch, wenn wir etwas oder jemanden loslassen. Irgendwie haben wir das Gefühl, dass etwas fehlt… Doch das ist am Anfang ganz normal!

Loslassen lernen – warum fällt es Menschen schwer loszulassen?

Wir Menschen können an krankmachen Situationen extrem lange festhalten.

Anderen Menschen wird vorgeworfen, „Ach er/sie kann einfach nicht loslassen, braucht wohl anscheinend den ganzen Ruhm.“

Das beste Beispiel hierfür ist Johannes Heesters gewesen, die Menschen haben nicht verstanden weshalb er noch auf der Bühne stand: „Der kann anscheinend nicht loslassen.“

Wirft man ein Blick auf sich selbst, merken die wenigsten Menschen, dass sie selbst nicht loslassen können.

ELerne in diesem Artikel loszulassen. Ernst wenn du loslässt, dann hast du die Hände frei für neues.s wird an Beziehungen geklammert. An den langweiligen Job. An Projekte, die keinen Spaß machen. An Menschen, die uns nicht besonders viel im Leben weiterbringen.

Bestimmte Menschen aus unserem Leben zu verabschieden fällt vielen schwer.

Ein Verlust des Partners, bedeutet für viele ewig unglücklich zu sein, weil Sie nicht loslassen können. Denn loslassen bedeutet zu aller erst Verlust. Wir fressen lieber alles in uns hinein und versuchen unsere unglückliche Lage zu verdrängen.

Menschen sind sehr geduldig und leidensfähig, wenn sie nicht loslassen wollen.

Doch sie bemerken etwas nicht… Wenn sie aber ihre unglückliche Beziehung nicht loslassen oder Ihren verhassten Job endlich nicht aufgeben und sich denken: “Ach das wird bestimmt bald wieder. Ich muss nur durchhalten.”… dann verlieren Sie Schritt für Schritt die Lust am Leben.

In anderen Worten: Sie machen sich selbst unglücklich.

Orientierungslosigkeit und Sinnlosigkeit wird sich in Ihrem Leben breit machen.

Sie geben die Verantwortung für Ihr Leben ab. Sie fühlen sich nicht frei und selbstbestimmend. Sie haben das Gefühl irgendwo einen Fehler in der Vergangenheit gemacht zu haben, für den Sie sich die Schuld geben.

Ja, aber ich hab jetzt zu viel investiert…

Eine typische E-Mails, die ich erhalte:

„Ich weiß unsere Beziehung läuft seit Jahren nicht gut, aber ich kann meinen Partner nicht verlassen, dafür habe ich viel zu viel Zeit mit ihr investiert. Wir haben zu viele Erinnerungen zusammen, es wäre alles umsonst gewesen, wenn ich es jetzt beenden würde. Nie wieder würde ich so einen Menschen finden.“

„Ja, mein Job macht mir keinen Spaß. Mit den Kollegen komm ich nicht klar, die Bezahlung ist auch nicht gut, aber vielleicht ist das mein Schicksal? Ich bin schon zu alt und mache diesen Job schon so lange, es wäre alles umsonst!“

„Die Geschäfte laufen zwar seit ein paar Jahren sehr schlecht, aber vielleicht ist der nächste Monat besser. Irgendwann muss es ja besser werden! Ich muss nur abwarten!”

Erkennen Sie diesen Teufelskreis?

Wir halten uns selbst in diesem Käfig… in diesem unglücklichen Leben.

Warum tun wir das?

Warum tun wir nicht das, was uns jeder gute Freund in der Situation raten würde?

Warum sind wir in solchen Angelegenheiten nicht vernünftig?

Weil wir in solchen Situationen wie gelähmt sind.

Das Loslassen macht uns solch eine Angst, das wir wie gelähmt sind. Der Schmerz ist stärker, als die Freude, die wir erlangen könnten.

Wir sind unsicher und wollen in unserer sicheren Komfortzone bleiben. Dieses Gefühl der Angst wollen wir um jeden Preis vermeiden. Deshalb klammern wir uns an die Dinge und erdulden jegliche Situation. Hauptsache ich gehe nicht in Gefahr, noch mehr Schmerz zu erfahren.

Damit wir nicht vollkommen wahnsinnig werden, reden wir uns Lebenslügen ein.

Wir übersehen Dinge und biegen uns alles so zurecht, wie es uns passt. Wir wollen nicht sehen, das wir eine unglückliche Beziehung führen.

Wir wollen uns nicht bewusst machen, dass wir keine Lust mehr auf unseren Job haben…

…und das machen wir nur, weil wir Angst haben loszulassen.

Angst vor dem Neuen, dem Unbekannten und möglicherweise Gefährlichen.

Paradoxerweise führt genau das Verhalten des Verdrängens und selbst belügen zu dem Schmerz, den wir um jeden Preis vermeiden wollten.

Einige Menschen sind sogar dafür bereit unglücklich bis an ihr Lebensende zu leben!

Die Lebenslügen machen das belastende Leben noch wenigstens ertragbar.

Es gibt aber noch einen entscheidenden Haken…

Lebenslügen sind nur ein Schein. Wir täuschen uns selbst. Wir wollen uns zwingen zu glauben, es sei doch alles in Ordnung.

Die Lebenslüge macht uns abhängig wie eine Droge. Alles, was neu ist und Veränderung bedeutet, macht uns Angst. Deshalb können wir auch nicht loslassen.

Natürlich läuft das nicht alles ohne Konsequenzen für Körper und Geist.

Wir haben ständig Kopfschmerzen… sind gestresst… leiden an Depressionen… schlafen schlecht…. haben Rückenschmerzen… sind oft krank… und haben ein geringes Selbstwertgefühl.

Irgendwann sind wir an einem Punkt angelangt, in dem wir vor einer Sackgasse stehen.

Wozu das Ganze?

Was soll das alles?

Sinnlosigkeit, Verzweiflung und Orientierungslosigkeit machen uns fast ohnmächtig.

Wie kann ich jetzt das Loslassen lernen?

Leben Sie nicht in der Vergangenheit und halten Sie sich an Erinnerungen fest! Lernen Sie Dinge loszulassen, den loslassen bedeutet zu leben.

Wenn Sie merken, dass etwas nicht funktioniert, probieren Sie etwas anderes, lassen sie alte Dinge los. Werden Sie ihr Gepäck los und befreien Sie sich.

Es bringt nichts ein totes Pferd zu reiten, Sie müssen absteigen.

Wenn Sie lernen loszulassen, dann haben Sie die Hände frei und können wieder nach neuen Dingen greifen. Einen Neuanfang setzen.

Sie müssen im Kopf akzeptieren, das Loslassen am Anfang weh tun wird. Man muss sich erst daran gewöhnen. Das ist vällig normal.

Sie werden sich aber danach frei wie ein Löwe fühlen, der wieder in die Wildnis freigelassen wird.

Wer in der Vergangenheit lebt, der stirbt jeden Tag ein bisschen mehr.

Leben Sie im Jetzt. Veränderungen in der Gegenwart gehören zum Leben dazu. Akzeptieren Sie das.

Werden Sie sich bewusst, dass Sie die Verantwortung für alles haben. Lernen Sie sich selbst zu lieben.

Nur Sie selbst können sich glücklich machen.

Führen Sie regelmäßige Meditationen, in der Sie den Glauben an sich selbst stärken und sich bewusst werden, dass man in manchen Situationen loslassen muss.

Verändern Sie Ihre negativen Glaubenssätze und Überzeugungen.

Besiegen Sie Ihre Angst in dem Sie sich ihr Stellen und Loslassen.

Stellen Sie sich z. B. diese 3 Fragen:

  • War Ihre Angst begründet?
  • Hat sich das Horror-Szenario wirklich verwirklicht?
  • Was wird es mich (emotional) kosten, wenn ich weiterhin nicht loslasse?

Glauben Sie mir. Sie werden es nicht bereuen, belastende Dinge oder Menschen einfach loszulassen. Es wird sie befreien.

Leben wir los.

Anil

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Kommentare

  1. meint

    Loslassen lernen ist sehr wichtig. Das war mir vorher nie so klar wie jetzt. Unsere Beziehung lief nicht so gut, aber wir behielten sie dennoch bei und vor allem ich wollte sie einfach nicht beenden, auch wenn es klar war, dass es keinen Sinn mehr machte zusammen zu sein. Als sie mir dann noch sagte, dass ich einfach nicht loslassen kann, kaufte ich mir die Hypnose von D. Eisfeld, die zum Loslassen gedacht ist. Die CD höre ich jetzt auch noch wenn ich Zeit habe und habe das erst einmal gelernt und nun habe ich es angewendet. Ich habe uns als Paar losgelassen, meine Denkweise hat sich verändert, ich bin sorgenfreier und jetzt auch ausgeglichener.

    • Anil Zengin meint

      Hallo Martin, es freut mich das Du dich jetzt besser fühlst. Arbeite auch jetzt weiter an dir. Das “loslassen” sollte der Beginn neuer Denkweisen sein.

      Ex-Beziehungen geben uns wunderbares Feedback über unsere Überzeugungen, Lebenssituation und Denkweisen. Eigentlich sogar über die ganze Persönlichkeit. Nach dem Wir losgelassen haben, sollten wir genau an diesen “Defiziten” arbeiten.

      Gruß,
      Anil

  2. sabine meint

    hi warum fällte es einem so schwer loszulassen?allte denkmuster die eine nur bremmsen ka!!
    komme so lange nicht weiter weil ich alleine nicht die kraft dazu habe es zu verändern, lebe alleine bin arbeitslos und nur leider nichts anders zu tun daran zu denken wie mies es mir geht alles tut weh,scheisse!!!

    • Anil Zengin meint

      Hallo Sabine,

      jede Lebenskrise gibt uns auch die Chance etwas zu verändern! Erst durch diese Notlage erkennt man in was für einer Schei**e wir stecken.

      Werf diesen ständigen Gedanken: “Alles läuft doch blöd zurzeit” über Bord. Mit solch einer Einstellung ist es sehr schwer, etwas an der Situation zu verändern. Was hat dir in der Vergangenheit die Kraft gegeben andere Situationen zu lösen? Warum solltest du das dieses Mal nicht können?

      Frag dich mal: Will ich weiterhin diese Opferrolle einnehmen? Will ich weiterhin mich selbst bemitleiden? Oder will ich sagen: So jetzt reichts mir, nur ich kann meine Situation verändern und jammern bringt mich keinen Schritt weiter!
      Aufschreiben! Stift und Papier nehmen und bitte aufschreiben.

  3. Anna meint

    Hey, ich habe da mal ne frage.
    Ich habe nach 1,5 Jahren Beziehung in der ich immer wieder aufs neue verletzt wurde, un mir immer das gefühl gegeben wurde nchts wert zu sein ohne ihn ,im Dezember 2012 endlich geschafft mich zu trennen.
    Aber warscheinlich auch nur weil ich jemanden kennengelernt habe der mir genau die liebe und Zuneigung geben konnte um de ich bei dem anderen soo gekämpft habe . Mit dem ich jetz ach zusammen bin und eigentlich sehr glücklich… Doch seit Februar geht’s mir sehr oft schlecht . Es geht mir oft gut und 5 min später könnt ch nur noch heulen.Ich habe immer Angst doch einen Fehler gemacht zu haben . Viel. Auch weil er mir jetzt nicht mehr nachtrauert und selbst eine neue Freundin hat.

    Naja , ich kann diese Zuneigung und liebe von meinem neuen Partner gar nicht annehmen.
    Und ich denke irgendwie , das dieses Defizite an Zuneigung usw. Und diese kämpfen um Anerkennung und liebe … Das dieser Schmerz und dieses miserable Selbstwertgefühl nur der Mensch der es angerichtet hat wieder gut machen kann. Da helfen mir die ganzen netten Sachen die mein Freund sagt nichts, weil ich es auch nicht Glauben kann.
    Die frage , hat das ach was mit loslassen zu tun ? Viel. Den Wunsch loszulassen das ein Mensch einem das Gefühl gibt washesonderes gewesen zu sein ? Oder loslassen das dieser Mensch seine eigenen Fehler erkennt und sagt das es h, dafür leid tut ?
    Ich will endlich glücklich sen und nicht mehr von diesen Altlasten erdrückt werden .
    Jedoch wünsch ich mir nichts mehr als das mein ex sagt , das ich was besonderes war und das er mich wunderschön findet und das er mich sehr geliebt hat und das es ihm leid tut wenn er mich verletzt hat …

    Hat das was mit nicht loslassen zu tun ? Und wenn ja wie ?

    Lg Anna
    Und Entschuldigung für diese ewige Leidensgeschichte

    • Anil Zengin meint

      Hallo Anna,

      Es ist sehr gut, wenn du dein Problem ausführlicher beschreibst, so kann man viele Dinge besser verstehen.

      Ja es hat auch was mit Loslassen zu tun, und zwar:

      Lasse den Gedanken los, dass dein Exfreund der Mensch ist, der dich wieder glücklich machen kann. Das Problem was du hast, hatte ich mal in einem meiner Artikel erwähnt. Lies dir am Besten Mal diesen Artikel durch und ich bin mir sicher, dass du dich in einigen Punkten wieder erkennst.

      Du suchst in deinem Inneren etwas, von dem du dir hoffst, dass es dir jemand anders schenkt. Du musst die Augen aufmachen und erkennen, dass du zuerst dir selbst diese Anerkennung und Zuneigung geben musst, wenn du das von jemand anderen erwartest. Ansonsten wirst du auch weiterhin in Beziehungen dein Selbstwertgefühl zerstören.

      LG
      Anil

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